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MP3 Satsch - POP: Pop/Rock

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Description:

(ID 2503686)
A mixture from rock, pop, jazz and blues with German lyrics.

13 MP3 Songs
POP: Pop/Rock, ROCK: Adult Alternative Pop/Rock

Show all album songs: Satsch Songs


Details:
Kurzbeschreibung:

Erstlingswerk des Drummers âSatschâ. Wer hier eine reine Trommel-CD erwartet, liegt völlig falsch. Immer wieder die stilistische Schublade wechselnd, arbeitet sich âSatschâ thematisch durch die Stationen einer Liebe. Grooviger Pop wechselt sich ab mit fetzigem Gitarren-Rock und zarten Balladen. Weit entfernt vom âdesigntenâ Mainstream, pfeift diese Produktion auf vermeintlich hitverdächtige Konventionen und lässt nicht selten Raum für kleine instrumentale Extravaganzen. Eine CD für Leute, die sich noch die Zeit nehmen zuzuhören.


Satsch und die Geschichte zur CD:

Ich lernte meine Frau 1985 kennen. Sie kam aus einer gescheiterten Ehe und hatte ein Kind. Auch ich hing damals noch etwas in den Seilen, weil mich meine damalige Freundin auch gerade verlassen hatte. Unsere Beziehung begann langsam. Es war so, dass ich mir da nicht so sicher war ob ich mich schon wieder auf was *Festes* einlassen möchte, will oder kann. (Bezug zur CD: Song âBittersüßâ).

Es ist dann doch passiert, dass wir zusammenkamen (âHeute Nachtâ). Wir lebten beide zunächst in getrennten WGâs, später dann auch zusammen in WGâs. Die meisten Mitbewohner hatten, wie wir auch, Kinder und das praktische war, daß man sich gegenseitig beim Kinderhüten unter die Arme greifen konnte. (Ich glaube der Song âDich nur dichâ entstand in dieser Zeit)

Heute weiß ich dass meine Frau ein Mensch ist, der ein starkes Pendant in einer Beziehung braucht. Damals wusste ich das allerdings nicht, denn den weichlichen Softi, der ich damals wohl war, hat sie dann nach ein, zwei Jahren des Zusammenlebens gekickt und mich rausgeschmissen. (Song: *Wie du willst*). Zu ihrer Überraschung habe ich damals aber nicht depressiv reagiert sondern gezeigt, dass ich auch anders kann. Das ganze jetzt bis ins Detail auszuführen würde den Rahmen sprengen also sag ich nur⦠wir kamen wieder zusammen. (âFrag nicht warumâ)

Irgendwann haben wir dem WG-Leben den Rücken zugekehrt und haben ein eigenes kleines Häuschen bezogen und angefangen es umzubauen. Ich war Musiker, war viel unterwegs und meine Frau fing an ihr Abitur am Abendgymnasium nachzuholen. Dann kam die Nachricht: Schwanger! Termin: In etwa zum Zeitpunkt des Abiturs, na toll. Irgendwie haben wir das hingekriegt. Sie hat ihren Abschluss gemacht und das Kind kam genau zwischen zwei Shows eines Varietés, in dem ich damals spielte, zur Welt. Ich konnte also dabei sein. Ein paar Monate später haben wir dann geheiratet.

Meine Eltern griffen uns unter die Arme, sagten zu meiner Frau, dass sie ruhig studieren gehen kann, jetzt, wo sie schon mal das Abi in der Tasche hat. Kaum eingeschriebenâ¦. Wieder schwanger. Hier könnte man jetzt denken: âMann, sind die doof. Noch nie was von Verhütung gehört?â Doch haben wir. Wie das passieren konnte ist mir bis heute nicht ganz klar. Egal, ist eben passiert. Ich dachte, wenn wir die beiden sattkriegen schaffen wir den dritten auch noch. Was ich nicht mitbekam war, das meine bessere Hälfte ganz schön deprimiert war. Noch eine Schwangerschaft, noch ein Kind. Also einer acht Jahre alt, das nächste ein Jahr alt und mit 13 Monaten Abstand das dritte. Dazu ein Studium und einen Mann, der am Wochenende, wenn alle anderen Papis daheim sind, unterwegs sein muss. Das Studium konnte man knicken. Die frustrierende Alternative dazu war ein Teilzeitjob im KiGa.

Irgendwann zu dieser Zeit muss das wohl passiert sein, dass man sich entfremdet. Man sieht sich nicht oft und wenn, dann meist nur zur Übermittlung der wichtigsten Fakten. Zu einem richtigen Gespräch kommt man da einfach nicht mehr. Immer wenn ich nachts unterwegs war, bei Konzerten, an Raststätten und auf der Autobahn habe ich an zu Hause gedacht. Wie sehr ich doch alle liebe. Aber wenn ich dann wieder daheim war, war sofort wieder der Alltag präsent und ich brachte diese liebevollen Gefühle nie zum Ausdruck. (âWenn du schläfstâ)

So ging das über viele Jahre, zehn um genau zu sein. Aus diesen und auch aus anderen Gründen, geriet unser Leben dabei in eine Sackgasse. Das Thema in einem Gespräch zu behandeln war sehr schwierig und ich muss zugeben ich hab mich auch ein wenig davor gedrückt. Rückwärts betrachtet war das mein Fehler Nummer eins. Ich hab versucht durch Hintertürchen an ihre Gefühlswelt ranzukommen, bin aber an einem gewissen Punkt immer gegen eine Betonwand gelaufen. (âTausendmalâ) Und irgendwann habe ich das Interesse daran verloren mich um sie zu bemühen.

Ich habe angefangen zu chatten, zuerst nur harmlos. Ein paar Witzchen hier, ein cooler Spruch da. Aber schon nach kurzer Zeit wurde das ziemlich konkret. Dann telefoniert man mal mit jemandem und dann trifft man sich auch. Keine Alltagsprobleme, jede Story die man sich erzählt ist neu und alles ist furchtbar aufregend, anregend, erregend. Vom Strudel nach unten hab ich da noch nix gemerkt. Aber so was entwickelt eine Eigendynamik und am Ende kann man so was nicht mehr steuern (âSie will immer mehrâ)

Es kam ein Urlaub mit meiner Frau und der Familie. Unsere Ehe hatte mittlerweile den absoluten Gefrierpunkt erreicht. Mir war es egal, ob sie sich um mich bemühte oder nicht. Ich war wie ein Eisklotz, kalt, gemein und abweisend. Eines Nachts in unserem Bungalow fragte mich meine Frau was eigentlich los sei, sie versteht das alles nicht mehr. Ich habe nicht geantwortet, worauf sie dann mit einer Flasche Rotwein und einer Packung Zigaretten an den Strand ging. Sie hat das letzte halbe Jahr noch einmal Revue passieren lassen und nach dem Ausklammern aller möglichen Ursachen, warum ihr Mann so merkwürdig ist, blieb nur noch das Eine übrig. Er hat ne Andere. Am nächsten Morgen haben wir dann angefangen zu reden. Die Bombe war geplatzt. Häppchenweise servierte ich mein Treiben der vergangenen Monate. Das war ein Urlaub, wow! Von Heul- über Wutattacken war alles an Emotionen dabei was die Palette zu bieten hat. Wir haben den ganzen restlichen Urlaub geredet, geredet, geredet⦠Wir haben mehrere Planspiele durchgeführt wie es weitergehen soll.

Der Urlaub ging zu Ende und wir hatten besprochen, dass ich danach zu der anderen Frau fahre. (âLügâ mich anâ) Plötzlich war das alles nicht mehr ganz so toll. Das dufte Bacardi-Feeling war weg und auch hier begannen nun Gespräche, die Probleme zum Inhalt hatten. Ich musste mich entscheiden, tat es auch und beendete die Geliebtenbeziehung. Dann fing ich sie noch mal an. Ein fürchterliches Hin- und Her. Rückblickend kann ich sagen, ich war ein richtiger Arsch. Was ich da, wenn auch nicht gerade mutwillig, angezettelt hatte, hat keine der Beteiligten verdient (âEin letzter Blickâ). Eine Sekunde vor dem absoluten Aus habe ich mich für meine Frau entschieden. Es tat mit alles so leid, nicht nur, meiner Frau das angetan zu haben. Auch die âAndereâ habe ich nicht besonders glücklich gemacht. (âDie Welt wird sich weiterdrehenâ)

Nachdem der erste Schock vorbei war, wurde bei uns viel geredet. Ich versuchte alle Fragen zu beantworten die meine Frau mir stellte. Es war ziemlich schlimm, für uns beide. Wir stellten aber auch fest, dass wir uns wirklich noch lieben. (âFür Immerâ)

Es gab immer eine gemeinsame Basis, die trotz aller Verletzungen immer noch einen soliden Stand geboten hat. Darauf haben wir aufgebaut. Und nachdem wir zum tausendsten Mal drüber geheult haben, wie dumm das alles gelaufen war, hatten wir es einfach an einem bestimmten Punkt satt, uns darum Gedanken zu machen. Das Leben ging weiter, es geht immer weiter, so oder so. Und dieses Jahr fahren wir wieder in den Urlaub auf dieselbe Insel wie damals vor 6 Jahren. (âImmer Richtung Südenâ).

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